Eines ist nach 2020 klar: Unternehmen, die in digitale Technologien und Kanäle investieren,  nehmen nach der Pandemie eine Führungsposition ein. Ihnen ist es möglich, über die gesamte Customer Journey ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen.

Niemand hat anfangs 2020 damit gerechnet, dass eine weltweite Pandemie unseren Alltag bestimmt. Und unzählige Unternehmen dazu zwingt, ihre gesamten Vertriebs- und Kommunikationskanäle zu digitalisieren.

Umso wichtiger ist es nun, Trends im Auge zu behalten, um Ressourcen gewinnbringend einzusetzen. Daher habe ich euch auch dieses Jahr die wichtigsten 4 Trends im Folgenden zusammengefasst.

1. Social Media als Vertriebskanal

Social Media entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Vertriebskanal. Nicht nur für die Schaffung von Markenbekanntheit und Brand Engagement ist Social Media der perfekte Kanal – sondern auch für den direkten Vertrieb werden soziale Netzwerke immer bedeutender.

Angesichts des starken Wachstums von E-Commerce und Social Media ist es nicht verwunderlich, dass beide Bereiche näher zusammengeführt werden.  Somit können Unternehmen die Chance nutzen, das Verkaufspotential weiter zu maximieren.

Social Media ist ein wesentlicher Bestandteil des digitalen Marketing. Visuelle Plattformen wie Instagram eignen sich ideal für Brands. Der Vertrieb von Produkten über Social Media nimmt weiter Fahrt auf, da immer mehr Menschen bereit sind, Produkte über Anzeigen zu kaufen, die sie in ihren Feeds sehen. Instagram berichtet zum Beispiel, dass die Plattform rund 1 Milliarde Nutzer hat und 90% von ihnen bereits aktiven Brands folgen, wobei viele diese Profile täglich besuchen. Wie könnte man dieses enorme Potenzial besser nutzen als mit Anzeigen, in denen die eigenen Produkte getagged sind? In der Schweiz sind bereits seit Längerem die Produkte-Tags via Instagram Shopping verfügbar. In den USA gibt es bereits Produkte-Tags mit einer integrierten Checkout Funktion.

Beispiel von Instagram Posts mit Produkte-Tags unseres Kunden citrusbykunz.

2. Bei Google ist die „Position Zero“ das neue Ziel

Seit jeher galt für Unternehmen als wichtigstes SEO-Ziel bei Google die Position 1 zu besetzen. Doch allmählich verändert sich dieses Endziel für viele Brands. Grund dafür ist die sogenannte „Position Zero“. Diese bezieht sich auf die „Featured Snippet“.

“Als Position Zero (Position Null) bei Google wird das Suchergebnis bezeichnet, welches sich Google von einer Website zieht, es in ein hervorgehobenes Snippet verpackt und über den organischen Suchergebnissen anzeigt.“

Google Featured Snippet | Beispiel „Position Zero“

Brands sollten also ihre SEO Bemühungen dahingehend fokussieren, mehr Sichtbarkeit in „Position Null“ zu erreichen. Das hervorgehobene Snippet funktioniert anders als andere Suchergebnissen. Zum einen ist es durch ein kleines Kästchen getrennt und befindet sich oben. Noch wichtiger ist, dass zusätzliche relevante Informationen angezeigt werden, wenn versucht wird, die Frage des Benutzers zu beantworten, ohne dass dieser darauf klicken muss. Um eine bessere Sichtbarkeit zu erzielen, sollten Brands daher versuchen, möglichst oft in den Featured Snippets präsent zu sein. Ausgewählte Snippets werden bei der Google Assistant-Sprachsuche manchmal sogar vorgelesen.

3. Mehr Privatsphäre und Datenschutz

Es ist mittlerweile ein Thema, welches sich immer weiter abzeichnet und in der Branche bereits unbestritten ist: es kommt eine Onlinewelt ohne Third-Party-Cookies auf uns zu. Dies stellt Unternehmen und deren Marketing-Entscheider vor grosse Herausforderungen. Gerade Berechnungen hinsichtlich Attribution von Kanälen werden durch die strengeren Datenschutzrichtlinien schwieriger. Dass man es 2021 mit Datenschutz und Privatsphäre ernst meint, zeigt das Beispiel von Apple. Mit iOS 14 hat Apple umfangreiche Restriktionen im Bereich des Trackings angekündigt. Vermutlich ist dies erst der Anfang. Allerdings könnte das für eine neue Form von Qualität im Online-Marketing sorgen. Geschützte First-Party-Daten werden an Bedeutung gewinnen – sprich Daten wie z.B. die Nutzerdaten in Online-Shops oder Social Media. Zudem wird eine neue Kategorie an Daten spannend: Die Zero-Party-Daten. Das sind Daten, welche der Nutzer proaktiv einwilligt und mit den Unternehmen teilen möchte.

Beim Thema Tracking wird es auf jeden Fall Alternativen geben. Ob Canvas-Fingerprinting, kundenkonto-basierte Lösungen bis hin zu Server-Side-Tracking. Letzteres bietet mit der serverseitigen Erfassung von Nutzungsdaten anstatt wie bisher im Browser des Nutzers einige Vorteile hinsichtlich fehlerhaften Daten. Mit Blick auf Merkmale wie Engagement kann die User-Experience entsprechend gesteigert werden.

4. Personalisierung der User Experience

Laut einer Studie von SmarterHQ geben 72% der Konsumenten an, sich nur noch mit Marketingbotschaften zu beschäftigen, die personalisiert und auf ihre Interessen zugeschnitten sind. Trotzdem zeigt der gleiche Bericht auch, dass 86% der Verbraucher über ihren Datenschutz besorgt sind. Von diesen sind die Generation Baby Boomer und Generation X die Konsumenten, welche am wenigsten Vertrauen aufweisen. Millennials und die Generation Z wiederum weist rund 47% mehr Vertrauen als ihre älteren Kollegen auf.

Quelle: smarterhq.com

80% der selbst eingestuften Vielkäufer kaufen nur bei Brands ein, welche ihr Nutzererlebnis personalisieren. Daher wird es 2021 wichtig sein, das Wertversprechen der Datenerfassung zu erläutern, um die Konsumenten über den Datenschutz aufzuklären und zeitgleich die Personalisierung der Botschaften voranzutreiben.

2021. Digital Marketing. Ready. Set. Go!

2021 kann kommen. Ich freue mich sehr auf das neue Jahr. Und vor allem auf viele spannende Projekte gemeinsam mit unserem Team und unseren tollen Kunden. Prepare for the „Roaring Twenties“!

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