Seit gut einem Jahr bietet Google Analytics die Möglichkeit der demografischen sowie interessenbezogenen Web-Analyse. Was bietet die Funktion und wie kann man diese gezielt einsetzen?

Demografische Merkmale

In Abbildung 1 präsentiert sich die Übersicht über die demografischen Merkmale. Jeweils oben rechts von der Grafik ersichtlich ist ebenfalls der prozentuale Anteil der Sitzungen, welche einer demografischen Zuordnung unterzogen wurden. Insgesamt gibt es in den demografischen Merkmalen 2 Standardberichte: Alter & Geschlecht.

Was helfen uns nun diese Analysen und wie nutzen wir sie? Wir sind nun plötzlich in der Lage, sehr viel mehr über unsere Website-Besucher zu erfahren und wie sich die verschiedenen Segmente verhalten. Abbildung 2 verdeutlicht zum Beispiel, dass wir beim Segment 25-44 Jährige deutliche profitablere Kunden aufweisen.

In wenigen Worten: Diese Erkenntnisse können uns also helfen, die wichtigsten Kundensegmente in unserer Website zu entdecken => also hoher Umsatz aber niedrige Anzahl Besucher (= hohes Potenzial, um wertvolle potentielle Besucher zu generieren). Auf der Gegenseite zeigt es uns auf, wo wir niedrigen Umsatz aber eine hohe Anzahl Besucher aufweisen. Die Resultate ermöglichen uns also, Budgets gezielter einzusetzen und wo immer sinnvoll zu verschieben.

Interessen

Die Interessen der Besucher lassen sich in der Übersicht „Interessen“ anzeigen. Google unterteilt die Interessen in sogenannte Affinitätskategorien (Lifestyle-Kategorien). Bis anhin werden diese in Englisch bezeichnet, z.B. Movie Lovers, Auto Enthusiasts, Travel Buffs, etc. Der Bericht „andere Kategorien“ kategorisiert die User auf Grund der Medien, welche sie konsumieren, z.B. Sports, News, Food, Shopping, etc.

Auch diese interessenbezogenen Daten können sehr vielversprechend eingesetzt werden. Beispielsweise lässt es sich mit diesen Daten besser antizipieren, welche Themen für die Nutzer interessant sein könnten. Ebenfalls sind die Daten über die Interessen der Besucher sehr wertvoll für intelligente Remarketing-Kampagnen. Durch Remarketing mittels Remarketing-Listen können Sie Personen, die Ihre Website bereits besucht haben, erneut ansprechen. (siehe Google)
Zusätzlich bieten die Daten Möglichkeiten für A/B Tests mit dem Ziel, den Nutzern auf der Website noch bessere Erlebnisse zu bieten.

Voraussetzungen und Datengrundlage

Voraussetzung für die Verwendung von demografischen Merkmalen und Interessen Reporting ist ein adaptierter Tracking-Code sowie die Verwendung des aktuellen Universal Analytics Code. Nicht vergessen darf man ebenfalls die Anpassung in den Datenschutz-Richtlinien der Website.

Woher nimmt Google eigentlich alle diese demografischen und interessenbezogenen Daten? Nun, die Datengrundlage zieht Google grösstenteils aus seinen eigenen Netzwerken (wenn ein User bei Google Produkten eingeloggt ist oder über Cookies). Zusätzlich kauft Google weitere Daten über Drittanbieter ein. Google kategorisiert deshalb den User aufgrund deren Such- und Surfverhaltens bereits relativ gut und zuverlässig.

Fazit

Die Analyse von demografischen Merkmalen und Interessen mittels Google Analytics können Digital Marketers einen hohen Mehrwert bieten. Wichtig ist dabei eine sorgfältige und auf die Ziele ausgerichtete Analyse. Dabei wird mittels Segmentierung eine wichtige Grundlage für eine noch zielgerichtetere Ansprache sowie effiziente Budgetverteilung im Digital Marketing geschaffen.

Quelle:

http://online-behavior.com/analytics/demographics

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